Inland Lettland


Wir hatten jetzt eine Woche Sand und Meer, da darf es auch mal etwas Anderes sein. Riga wäre eine Idee, aber mit dem Camper in die großen Städte ist nicht so unser Ding.

Deswegen fahren wir – leider voll im Berufsverkehr – quer durch Riga und anschließend wieder raus auf’s Land. Es geht in den Gauja-Nationalpark. Die Gauja schlängelt sich an ihrem Unterlauf malerisch und tief eingegraben durch die Landschaft.

Bei Ligatne existiert die letzte noch in Betrieb befindliche Flussfähre über den Fluss. Ohne Motrkraft pendelt der Fährmann hier für Auto und Fußgänger den ganzen Tag über den Fluss.

Wir schlagen unser Nachtlager nach einem längeren Fahr-Tag neben dem Fähranleger auf. Wir haben uns leider schon fast daran gewöhnt: ein weitere traumhafter Campingplatz mit offenen Wiesen, ohne Parzellen und genug Feuerstellen für alle. Das wird zurück in Deutschland ein böses Erwachen, wenn Nachbarn wieder unter 100m Abstand halten und der Birkenhain in der einen Ecke des Platzes nicht mehr allein uns gehört. Wir hören immer wieder, dass es schrecklich voll ist, da wir in der Hauptsaison kommen – so ist Hauptsaison sehr gut auszuhalten!

Wir beobachten die letzten Kanus im Abendlicht der Gauja, genießen die Ruhe der Natur und machen uns am kommenden Tag erst mittags auf den Weg weiter nach Norden. Thema Flussfähre: passt nun der Defender samt Sankey auf das Holzdeck oder nicht? Der Fährmann wirkt entspannt und auch wenn die Pontons merklich bei Auffahrt tiefer in den Fluss eintauchen, sind wir kurz genug! Nur mit der Strömung geht’s auf die andere Seite und weiter nach Norden.

Was haben wir nun im Gauja-Park gemacht? Sind unter die Erde gegangen. Ein großer Zivilschutzbunker in der Nähe von Ligatne war bis vor wenigen Jahren noch “top secret” und kann heute besichtigt werden. Im Gegensatz zu den militärischen Anlagen wurde hier nichts demontiert oder zerstört, sodass hier die Zeit des Klaten Krieges weiterlebt. Kurios: die stark in die Jahre gekommene Architektur über der Erde beherbergt heute ein Sanatorium, der Bunkereingang ist eine Seitentür in der Lobby des Sanatoriums mit Original 80er Jahre Ost-Charme.

Nun aber ab nach Norden, zum Soomaa-Nationalpark und über die Grenze nach Estland!

Der Weg nach Gauja:

Map of the route “Inland Lettland”: 249,838 m, 934 m of climbing and 1,016 m of descent, elevation between -171 m and 110 m, time 09:34:17. It starts at 57.72586, 22.45659 and ends at 57.25434, 25.04492 (latitude, longitude).

Download file: s_20170707.gpx

Und wieder raus:

Map of the route “Inland Lettland”: 69,758 m, 674 m of climbing and 624 m of descent, elevation between 5 m and 95 m, time 07:50:46. It starts at 57.25446, 25.04496 and ends at 57.41762, 24.91855 (latitude, longitude).

Download file: s_20170708.gpx

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2 Responses to Inland Lettland

  1. Bernd says:

    Ein paar Bilder und Gegenden kommen mir doch sehr bekannt vor. Das Baltikum ist wirklich lohnenswert.
    Treffen wir uns in 2018 auf Island wieder?
    Gruss,
    Bernd

    • y.de-admin says:

      Hallo Bernd,
      das kommt darauf an, wann Du fährst! Wie sind die Pläne? Wir denken über eine Winter-Ende Tour nach als Fotosafari.

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