Stiere


Schätze, der Regen hat gewonnen. Zumindest zusammen mit Henrik steht uns nicht der Sinn nach einer Tour bei 11° am Morgen, starken Regenschauern und Windböen. Wir packen unsere Sachen und streichen die Buchenwälder von der Liste für dieses Mal. Um heute keinen zu langen Fahrtag zu machen, setzen wir uns Sangüesa als Ziel.

Auf dem Weg dorthin liegt die Schlucht Foz de Arbayun. Aus einem kurzen “schauen wir uns mal an” wird ein längerer Aufenthalt, bei dem wir die riesigen Gänsegeier beobachten, die dem tief eingechnittenen Tal ihre Kreise ziehen. Sangüesa selbst ist auf den ersten Blick nicht wirklich hübsch, auf dem Weg zum Campingplatz fahren wir durch allerlei Absperrungen, die für unsere Augen wie eine riesen Baustelle aussehen.

Beim abendlichen Bummel durch den Ort – der alte Teil ist doch recht hübsch – wird uns klar, was die Baustelle ist: hier werden Stiere durch den Ort getrieben! Und rot/weiss wie alle herumlaufen, muss das Fest bereits im Gange sein. Am nächsten Morgen um neun, so erfahren wir, ist der “Lauf”. Die Stiere werden dabei von der Kirche in der Ortsmitte in die Arena am Rande getrieben. Wir sparen uns den Rummelplatz am Abend und ziehen lieber morgens früh zu den Absperrungen. Punkt neun wird eine Horde Stiere durch die lange Altstadtgasse gejagt, die Jungend springt mit Stöcken vor und neben den Stieren herum. Rd. 30sec später ist das Spektakel wieder vorbei und die Zäune werden abgebaut. Zurück zum Frühstück und dann ab in die Bardenas Reales.

s_120913

This entry was posted in 2012 - Frankreich/Spanien. Bookmark the permalink.