gen Norden


Ein bisschen weiter nach oben wollen wir noch. Nach zwei Nächten in Värmlandgarden und sehr durchwachsenen Wetteraussichten machen wir einen weiteren Sprung gen Norden. Unser Ziel ist Orsa – genauer gesagt, der Bärenpark außerhalb. Wir packen gemütlich unsere Sachen und suchen uns kleine Wege zum Tagesziel.

Die Schotterwege abseits der Hauptstraßen sind sehr gut fahrbar und einmal mehr kennt unser Garmin-Navi noch den kleinsten Seitenweg. Die Erfahrung haben wir schon mehrfach gemacht: wo immer die Garmin-Leute ihre Karten her bekommen, die Details sind in vielen Ländern einfach klasse!

Zurück zur Route. Orsa liegt nördlich des Siljan-Sees an dessen kleinem Bruder. Die beiden Seen werden durch eine Landbrücke geteilt, auf der Mora liegt. Jeglicher Verkehr der Region muss durch den kleinen Badeort und entsprechend stehen wir völlig unerwartet in einem Stau. Im Stop & Go schieben wir uns durch das Nadelöhr und sind froh, bald wieder auf freier Strecke zu sein. Einer Empfehlung von unserem mehrfachen Reisepartner Stefan folgend fahren wir auf einen kleinen Campingplatz direkt am See. Die Kinder haben einen Spielplatz am Strand und wir einen relativ mückenfreien Abend mit tollem Ausblick über den spiegelglatten See.

Der Bärenpark am nächsten Tag ist ein Highlight für die Kurzen. Zu unserem Leidwesen regnet es praktisch andauernd in Strömen. Das macht allerdings zum Glück nur den Eltern etwas aus – die Kleinen stört es nicht. Der Park beherbergt diverse Bärenarten in riesigen naturbelassenen Gehegen, die den Besuchern trotz der Größe geschickt Einblick verschaffen. Neben Bären gibt es noch ein Arsenal an Wildkatzen vom Luchs bis zum Tiger und eine freundliche Gastronomie auf der Bergspitze. Toller Park – mit Sonne sicher noch viel besser!

Vom Bärenpark stand eine kleine Schnitzeljagd durch die Wälder an. Irgendwie schien es möglich, zu unserem Übernachtungspunkt zu kommen, ohne über Asphalt zu fahren. Während die beiden Jungs auf der Rückbank von Bären träumten, fuhren wir auf kleinen Wegen bis zum weiterweg.de Camp. Wer diesen Weg nachfahren will sei gewarnt: es führt durch ein militärisches Sperrgebiet, das nur temporär geöffnet ist. Falls die Soldaten gerade üben, klappt das Ganze nicht. Hinter der Überfahrt über eine Staumauer kommt dann auch eine Kaserne – zum Glück geht kurz vor dem Wachhäuschen unser Waldweg ab. Wäre sonst eine riesen-Sackgasse gewesen.


weiterweg.de Camp? Dahinter verbirgt sich ein Projekt eines Reiseveranstalters für Naturreisen (mit Kindern) aus Mülheim. Die beiden Inhaber haben sich ihren Traum verwirklicht und sind gerade dabei, nach Schweden zu ziehen. Wir wollten eigentlich Näheres auf der Baustelle des Camps erfahren, haben aber alle verpasst. So wurde es eine Nacht auf der Baustelle; wir sind gespannt, wie das Camp kommendes Jahr fertig aussieht!

Wer sich bis hierher gewundert hat: ja, wir sind bisher alleine unterwegs gewesen. Unsere Reisepartner wurden zu Hause aufgehalten und werden uns erst 4 Tage später einholen. Morgen ist es dann wohl soweit und die Reisegruppe endlich komplett.

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