Das Wetter…


Wir waren also am Sonntag spät endlich an der Küste angekommen. Der Platz in Contis Plage gefällt uns so gut, dass wir noch eine zweite Nacht dranhängen. Danach geht’s ein paar Kilometer weiter direkt hinter die Düne bei Cap de l’Homy.

Ein riesiger “Municipal” ist entgegen einigen anderen Plätzen noch zum Bersten gefüllt. Auf dem Platz treffen zwei ziemlich gegensätzliche Gruppen aufeinander: vorwiegend deutsche Rentner in grossen bis sehr grossen Wohnmobilen samt Auslegeware vor dem Wagen und Studenten in kleinen Gruppen, die hier zum Surfen herkommen. Henrik beäugt den ein oder anderen Nachwuchs in ähnlichem Alter und am Nachmittag gibt’s noch einen langen Strandspaziergang im Tragetuch. Faszinierend, diese Wellen!

Leider ist für die kommenden zwei Tage praktisch über unsere gesamte Route schlechtes Wetter angesagt. Von unserem aktuellen Aufenthaltsort über die Berge bis in die Provence ist es wolkig und soll regnen. Wir machen das beste draus und packen zusammen. Ein Fahrtag ohne extreme Sonne ist sicher entspannter als in der Hitze. Über die Autobahn geht’s gen Süden, bei Bayonne auf die Landstrasse und schlussendlich nach einem letzten “Café au lait” in dichtem Nebel bei Urepel über die Grenze.

Auf spanischer Seite empfängt uns endgültig Regen, zudem steht plötzlich allerlei Getier auf der Strasse. Pferde mit Kuhglocken um den Hals, eine schwarze Schafherde und ein paar Rinder samt Kälbchen. Durch saftig grünen Mischwald schlängelt sich die Straße durch die Berge bis zu unserem heutigen Stopp. Wir stehen bei frischen 15°, Regen und Wind auf einem eigentlich geschlossenen Platz mit offenem WLAN in Ochagavia. Wenn morgen schöneres Wetter ist, werden wir gen Norden in die Wälder von Irati fahren und uns ein bisschen die Füße vertreten. Mal sehen, wie hartnäckig sich der Regen hält.

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