Nach Thet

Nach einem Ruhetag ging es heute mal wieder weiter. Das Thet-Tal stand heute auf dem Programm. Einen Tag rein, einen Tag dort verbringen und einen Tag wieder raus, so der Plan. Zuvor gönnen wir uns das erste fremd zubereitete Frühstück in diesem Urlaub. “Camping Albania” bietet zwar nur eine einfache Wiese für seine Übernachtungsgäste, dafür aber einen Pool und ein leckeres Restaurant nebst Frühstück.

In Shkoder füllen wir unsere Vorräte im “Super Diskaunt” auf und verlassen die Stadt gen Nord-Ost in Richtung Drisht und Lume mit dem Etappenziel Thet. Genau bis zur Kirche in Lume ist die Straße bestens ausgebaut und das Asphaltband sieht nagelneu aus. Ziemlich unvermittelt geht diese Landstraße in einem Dickicht unterhalb der Kirche in einen groben Schotterweg mit reichlich Schlaglöchern über. Der Zustand der Straße schwankt von diesem Zeitpunkt an zwischen anstrengend und anspruchsvoll. Wir fahren die gesamte Strecke in der Untersetzung, abwechselnd Gang 2 und 3, Durchschnittsgeschwindigkeit 15km/h. Am Nachmittag, das sei Nachfahrern der Strecke noch empfohlen kommen die Holzlaster auf dieser Strecke ins Tal hinab, daher möglichst vor ca. 15h über den Pass sein. Wir treffen noch fünf der alten IFA LKW und weichen abwechselnd auf der engen Bergstraße aus. Rangieren für Fortgeschrittene.

Landschaftlich ist die Strecke im Übrigen ein Traum! Tolle Ausblicke von den Bergen und die Nähe zum Fluss wechseln sich ab. Direkt neben der Piste steigen die Berge spektakulär bis über 2.000m an. Das Wasser des Flusses ist kristallklar und leuchtet mal blau, mal grün.

Unsere Mittagspause verbringen wir auf der Strecke und unvermittelt bekommen wir reichlich Besuch. Eine Gruppe aus 4 bunt gemischten Wagen aus Österreich, Schweiz und Deutschland gesellen sich zu uns. Wir tauschen Reiserouten aus, schlachten eine riesige Wassermelone und genießen den Schatten von Stefans Markise.

Um 18:30 kommen wie (endlich) in Thet an. Oberhalb des eigentlichen Ortes hat eine Familie angefangen, eine Pension zu bauen. Bis zu Fertigstellung wir ein Waschhaus und eine Canmpingwiese angeboten. Wir nehmen dankend an und genießen kurz darauf das leckere albanische Abendessen. Dicke Gemüsesuppe, Suppenfleisch extra und einen bunten Salat nebst selbstgebackenem Brot und Ziegenkäse.

Für heute haben wir genug und schieben die Tagesplanung für den morgigen Tag auf’s Frühstück. Ab ins Bett; es wird mal wieder angenehm frisch abends.


Tagestrack

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