Zurück auf’s Schiff

Endlich mal lang geschlafen! Das spricht nicht für’s Wetter, denn die Sonne konnte uns nicht wecken. Dafür sind wir erst mit dem blökenden Schafen kurz nach acht wach geworden. Der Platz war immer noch verwaist und wenn wir nicht heute zur Fähre müssten, würden wir sicher noch einen Tag an diesem schönen Fleckchen verbringen.

Stattdessen packen wir schnell ein, um trotz der rd. 1h Fahrt nach Torshavn noch ein wenig Zeit für einen Stadtbummel zu haben. Die Fahrt zurück zeigt das Meer deutlich aufgewühlter und unser Dicker schwankt von den Windböen, die durch die Täler pfeifen. Noch ist es trocken aber es sieht stark danach aus, als wären die sonnigen Tage erst einmal vorbei.

In Torshavn wollen wir dem netten kleinen Cafe von 2008 erneut einen Besuch abstatten. Leider gibt es dort jetzt einen Chinesen und keinen Cafe mehr. Also umgekehrt und zurück in Richtung Innenstadt. Der allgemeine Cafe-Wahn scheint (noch?) nicht auf den Färöern angekommen zu sein. Uns scheint, die Zahl der gemütlichen Locations ist gegenüber 2008 eher gesunken denn gestiegen.

Unsere zweite Wahl ist die noch immer existierende Kombination aus Strickwareladen, Konditorei und Cafe dirket oberhalb der Touristeninformation. Zwar ein kostenloses WLAN wie gehofft, aber noch immer leckerer Kaffee und Cookies.

Um 14:30 geht’s dann 2 Stunden vor Abfahrt an den Fähranleger und pünktlich um halb fünf legen wir ab zu unserer zweiten kleinen Schiffsreise. Morgen früh legen wir hoffentlich pünktlich auf Island an, der Hauptteil des Urlaubs kann beginnen.

Insgesamt haben sich die Färöer von einer viel schöneren Seite gezeigt als vor 3 Jahren. Wer gerne und häufig mit Wetterglück reist, dem seien die Inseln als Wanderziel der etwas ausgefallenen Art empfohlen. Die kleine Inselwelt mit ihren knapp 40.000 überaus freundlichen Einwohnern ist eine kleine Welt für sich, die uns auch diesmal wieder Spaß gemacht hat. Sei es der Busfahrer auf Vagar, der nebenbei eine immer offene und unbewachte Jungendherberge/Campingplatz führt, die Dame im Hotel in Gjogv, die “natürlich” weiß, dass im Süden ihrer Insel gerade jemand einen Campingplatz aufgemacht hat oder ebenjener Neu-Campingplatzbesitzer, der sich sein Geschäftsmodell ganz einfach errechnet hat: es gibt mittlerweile 250 Wohnwagen auf der Insel. Camping bei den Einheimischen boomt, also brauchen sie auch Plätze, wo sie stehen können. Wohl dem, der sich auf einem solch überschaubaren Markt tummelt.

Bilder gibt’s heute keine. Wen die Ausfahrt aus Torshavn interessiert, dem seien unsere Bilder aus 2008 unter “Fotos” ans Herz gelegt. So, nur in Wolken statt Sonnenuntergang war’s heute 🙂

 

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